Montag, 19. Dezember 2011

L.A. Noire | Spielbericht

Cole Phelps, Spezialist für Kapitalverbrechen, jagt Gangster in der Stadt der Engel – ein sehens- und spielenswerter Titel!

Los Angeles 1947: Die Atmosphäre in „L.A. Noire“ ist stimmig.
Der Kriegsheld, für den man ihn hält, wollte Cole Phelps nie sein. Doch Gutes tun möchte er. Und so geht der junge Mann 1947 als Streifenpolizist zum L.A.P.D. Doch schon bald merken seine Vorgesetzten, dass Cole mehr kann, und befördern ihn. Ab sofort heißt es – Spuren suchen, Zeugen befragen und schließlich Tatverdächtige ausquetschen, das wird der neue Lebensinhalt des Cops.

Phelps legt eine Traumkarriere hin – vorausgesetzt, Sie treffen die richtigen Entscheidungen, denn natürlich schlüpfen Sie in die Rolle des Vorzeigepolizisten. Schwierigkeitsgrad und Dauer der einzelnen Fälle unterscheiden sich. Auch ist nicht immer dasselbe Dezernat zuständig: Mal geht es um Mord, mal um Verkehrsdelikte. Aber alle haben eines gemeinsam: Die Gesichter, aus denen Sie Wahrheit oder Lüge herauslesen sollen, sprechen Bände. Ob alt oder jung, Mann oder Frau – wie moderne Animationstechnik Bewegungen einfängt, ist absolut faszinierend.


Herzstück: Story
Dass „L.A. Noire“ so gut ist, liegt aber nicht nur an den großartigen Gesichtern, sondern in gleichem Maße an der wirklich tollen Geschichte. Die vollbringt das Kunststück, Sie wie beim Zwiebelschälen Schicht um Schicht näher an den Kern des Verbrechens zu führen, dabei aber stets auch die Details spannend zu inszenieren und nicht nur das große Ganze. Und so erweist sich das Spiel als gutes Abenteuer, aber auch als dichte Erzählung aus den Niederungen des menschlichen Daseins. Dass Sie in Coles Rolle nebenbei noch Auto fahren, gelegentlich ballern und sich prügeln dürfen – oder müssen, ganz wie man es sieht – steht hier nur der Vollständigkeit halber. Wirklich wichtig ist es nicht.


Fazit: Solche Spiele gibt es viel zu wenig: Innovative Technik und extremer Aufwand treffen auf grandiose Story. Dabei ist ein Abenteuer herausgekommen, das man kaum vergessen wird, denn die Momente dieser Verbrecherjagd bleiben haften.

Tolle Zugabe der PC-Version: Alle bisherigen fünf DLCs (Downloadable Content, also Inhalte zum Herunterladen) für die Konsolenversionen liefert die PC-Fassung mit – ohne Aufpreis.


Den Originalen Bericht findet ihr unter Bild.de  
(http://www.computerbild.de/artikel/cbs-Tests-PC-L.A.-Noire-Take-Two-Review-6901520.html)

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