Donnerstag, 15. Dezember 2011

Saints Row The Third | Spielbericht

Menschenkanonen, Kampfjets, Uzis – ganz schön abgedreht! In dieser Hinsicht bleibt sich die Serie treu. Aber wie sieht es mit dem Spaßfaktor aus?
Steelport ist kein Ort für Zartbesaitete, sondern ein Spielplatz für Verbrecher und Verrückte. Um in der Stadt zu überleben, hilft nur eins: Kopf ausschalten, Gummi-Penis auspacken und damit erbarmungslos auf die Gegner eindreschen.

Kein Witz, der Riesendildo ist nur eine der abgedrehten Waffen, mit denen Sie Ihren Widersachern zeigen, was eine Latte ist.

Mit „Saints Row – The Third“ verabschiedet sich die Spielereihe endgültig von den Resten guten Geschmacks. Was bleibt, ist eine überdrehte Parodie auf die vermeintlich coole Gangsterkultur und Mafiaspiele wie „Grand Theft Auto“.

Darum geht's: Als Anführer der Gang „Saints“ sollen Sie Ihre verweichlichte Bande wieder zur Verbrecher-Elite machen. Nach dem Ende von Teil 2 erlangte die Gruppe Kultstatus und erschloss neue Geschäftszweige. Werbeauftritte und der Verkauf von Merchandise bestimmen nun den Alltag der ehemals schweren Jungs. Eine vermeintliche Schwäche, die die Konkurrenz auf den Plan ruft: Das Syndikat macht den Saints ihren Markt streitig.

Das Spiel: In einer offenen Spielwelt rasen Sie auf der Suche nach lukrativen Aufträgen durch die Stadt. Zum einen kaufen Sie zahlreiche Geschäfte, die Ihr Einkommen aufbessern. Zum anderen gibt es zig kriminelle Aktivitäten, die Ihr Konto füllen. Mal beschützen Sie per Kampfhubschrauber einen Dealer bei der Arbeit, mal walzen Sie mit einem Panzer Stadtviertel platt.
Sie kassieren auch als Versicherungsbetrüger ab, wenn Sie Ihrer Spielfigur mit absurden Unfällen möglichst viel Schaden zufügen. Ganz „normale“ Aufgaben wie Attentate, Autodiebstähle und Revierkämpfe mit anderen Gangs fehlen natürlich nicht.
Sie sind zu Fuß unterwegs oder nutzen Autos, Motorräder, Boote, Hubschrauber, Flugzeuge. Das Spiel untermalt die Trips mit einem abwechslungsreichen, äußerst gelungenen Soundtrack, der auch nach 20 Spielstunden noch gefällt.

Fazit: Humor ist, wenn man trotzdem lacht – Witz ist immer Geschmackssache. Spielerisch erwartet Sie eine banale Ballerorgie mit etwas Rennaction, doch das Ganze ist derart gut verpackt, dass selbst Spaßbremsen daran ihre Freude haben – bis das Syndikat Pixelgeschichte ist. 

Den Originalen Bericht findet ihr unter Bild.de  
(http://www.bild.de/spiele/spiele-test/actionspiel/saints-row-the-third-actionspiel-fuer-pc-ps3-und-xbox360-c_b-21300680.bild.html)

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